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Home Schimmelbelastung

Schimmel, Gefahr für Ihre Gesundheit.

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Allgemeines zum Schimmel

Nicht jeder Pilz im Haus ist so leicht zu erkennen wie im folgendem Bild und nicht jeder Feuchteschaden ist so deutlich.

Pilze an der Kellerwand

Feuchteschaden im Keller

So sieht es nach einem dauerhaften Feuchteschaden im Keller aus. Hier verursacht durch eine defekte Drainage.

Meist ist der Pilz zuerst unsichtbar und erst in einem späteren Stadion als sichtbarer Schimmel zu sehen.

Schimmelpilze sind überall, wo es feucht ist,  ... auch wenn sie oft nicht zu sehen sind. Wenn sie erst einmal sichtbar sind, dann ist es schon sehr schlimm. Wär­me und Feuchtigkeit sorgen dafür, dass die Schimmelpilze sich explosionsartig vermeh­ren.

Schimmel in der Zimmerecke

Schimmel bildet sich oft in kalten Zimmerecken, hinter Möbeln oder Vorhängen.

Es entstehen größere Pilzgeflechte, welche unterschiedlich im Aussehen sind.

Bekannt sind ca. 250.000 Arten. Glücklicherweise sind diese nicht alle für uns Menschen schädlich. Leider aber ein großer Teil derjenigen Arten, die sich, bei für sie günstigen Bedingungen, bei uns in der Wohnung gerne ansiedeln.

Die Schimmelvielfalt
Die Vielfalt in Form und Farbe von Schimmelpilzen

Schim­melpilze ernähren sich von organischen Stoffen: Tapeten, Kleister, Erde, Kunststoff, Holz, Woll- und Baumwollstoff, Hanf, Matratzen, Früchten, Gemüse, Tierkot, Staub usw..

Wenn draußen vor dem Haus die Sporen der Schimmelpilze herumfliegen, ist es klar, dass sie auch mit der Luft in unsere Wohnung dringen.

Diese normalerweise geringe Zahl an ungebetenen Gästen wird von uns problemlos vertragen.

Ursachen

Schwierig wird es, wenn aufgrund unzureichender Lüftung die Luftfeuchtigkeit ansteigt und auf kühlen Flächen Schwitz- oder Kondenswasser auftritt. Gefördert wird dies oft durch bauliche Mängel. Dies sind z.B. eine ungleichmäßige Dämmung und Wärmebrücken.

Bis in die 60er Jahre gab es nur selten Schimmelpilzprobleme. Die Mauern waren massiv, die Kachelöfen zogen Ihre Luft durch undichte Fenster. Dann be­gann man zu sanieren. Die Kachelöfen und Schornsteine wurden abgerissen und durch eine Zentralheizung ersetzt. Die alten un­dichten Fenster tauschte man gegen moder­ne, möglichst dichte Fenster aus.

Alte undichte Fenster, schlecht für die Energiebilanz, gut gegen Schimmelbildung.

Alte undichte Fenster mit Einfachverglasung.

Schlecht für die Energiebilanz - gut gegen Schimmel

 

Dieses Bild kommt von Konstantin Gastmann.
Veröffentlicht bei www.aboutpixel.de

 

Als Sah­nehäubchen noch ein Vollwärmeschutz mit Styropor und fertig war die Thermoskanne. Jetzt fühlt sich der Schimmelpilz so richtig wohl. Durch die Versiegelung der bislang atmungsaktiven Flächen gedeiht der Schim­melpilz um so besser. In einem solcherma­ßen "gedämmten Haus" richtig zu lüften bedarf schon der fleißigen Mitwirkung der Bewoh­ner.

Woher kommt das Wasser?

Kochen, Waschen, Duschen, ...   überall verdunstet Wasser. Vor allem aber durch die Atmung und über die Haut der Bewohner. Es sind ca. 1,5 Liter pro Person und Tag. Bei einer 4-Köpfigen Familie kommen schon 6 Liter nur durch Atmung und Schweiß zusammen. Es kommt sicher nochmals die gleiche Menge durchs Waschen, Kochen usw. hinzu.  Dann sind wir schon bei 12 Liter Wasser in Dampfform.

Kalte Luft kann wesentlich weniger Wasserdampf aufnehmen, als Warme.

Ein ganzer Raum mit 50 m³ Rauminhalt (20 m² Grundfläche und 2,5 m höhe) kann bei 100% relativer Luftfeuchte folgende Wassermengen aufnehmen:

bei   0°C =
240 g Wasser
bei 15°C =
640 g Wasser
bei 24°C =
1090 g Wasser

Dieser Raum kann also bei warmen 24°C gerade maximal 1 Liter Wasser aufnehmen. Dies auch nur, wenn, völlig unrealistisch, die Luft vorher absolut trocken wäre. Wo also bleibt das überschüssige Wasser ? Es muss durch eine gute Lüftung nach draußen abgeführt werde ! Anderenfalls schlägt es sich als Kondenswasser an den Wänden ab und gibt somit den Schimmelpilzen eine herrliche Lebensgrundlage.

 

Täglich müssen mehr ca. 10 Liter Wasser aus der Wohnung entfernt werden.

Hinzu kommt die aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit. Sie ist besonders bei älteren Häusern ein großes Problem.  Es wird geschätzt, dass mehr als 50% aller Häuser, die vor 1965 gebaut wurden, davon betroffen sind.
Durch eine fehlende oder defekte Horizontalsperre (Sperrschicht) über dem Fundament steigt die Feuchtigkeit noch oben in den Keller und weiter bis in die unteren Wohnetagen.

Weitere bauseitliche Mängel sind: eine fehlerhafte Wasser- bzw. Abwasserinstallation, Schäden am Dach, der Fassade, der Regenrinne, dem Fallrohr oder der Dränage. Alle diese Mängel können die Ursache für Wandfeuchte sein.

Die Folge

Egal woher das Wasser kommt, den meisten Schimmelarten reicht zum Wachstum schon 80% relative Luftfeuchtigkeit direkt an der Materialoberfläche. Einigen Arten reichen sogar schon 70%.

Ein kleines Rechenbeispiel: Raumtemperatur 20°C und 50% rel. Feuchte, also ganz übliche Werte, heißt, dass in einem m³ Luft 8,65 g Wasser sind.
Kühlt die Luft an einer kalten Wand ab, werden bei ca 14,5°C die 70% und bei ca. 12°C die 80% Feuchte erreicht. Hällt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, ist Schimmel unvermeidlich.

Feuchte Wände sind der ideale Nährboden für Schimmel. Hier finden sie neben der nötigen Feuchtigkeit genug Nährstoffe und ein für sie angenehmes Klima.

In feuch­ten Räumen, besonders Bädern (Dusche), gedeiht er deshalb auch besonders gut. Er kann sich explosionsartig vermehren.

Der Schimmelpilz vermehrt sich durch Sporulation, also durch an die Luft abgege­bene winzige Sporen. Der kleinste Windhauch trägt diese Sporen überall hin, auch aus den Kellerräumen in die Wohnräume. Besonders an den schlecht gelüfteten und deshalb feuchten Ecken und hinter den Schränken und Bildern kann der Pilz wunderbar gedeihen.

Die Gesundheit

Wenn die Verpilzung voranschreitet, kann es zu allergischen Reaktionen bei Menschen kommen. Besonders wenn diese geschwächt sind durch Krankheit, Alter oder geringe Abwehrkräfte. Der Pilz kann auch direkt das Nervensystem, den Magen, Darm oder Lunge befallen und dort weiterwachsen.

Die Bewohner ahnen nicht einmal, weshalb sich Ihre Gesundheit rapide verschlechtert. Atembeschwerden, Schnupfen, Halskratzen, Hustenreiz, Augenreizungen, Bronchitis, Allergien, Neurodermitis, Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen treten auf und entziehen sich jedem Therapieversuch.

Einige Pilzarten sind massiv krankheitsauslösend. Generell können Schimmelpilze außer Infektionen auch Allergien und Vergiftungen verursachen. Vor allem die Schimmelpilz-Gifte (Mykotoxine) können zu hoch akuten Erkrankungen mit katastrophalem Ausgang führen.

Fazit

Halten Sie also Ihre Wohnung und vor allem Ihre Wände trocken. Damit entziehen Sie dem Schimmel die wichtigste Lebensgrundlage.