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Was versteht man unter Erdstrahlen?

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Spricht man von Erdstrahlen, meint man oft die Wasserader. Diese Einschränkung ist nicht richtig, denn es existieren mehrere Arten von Erdstrahlung. Fachlich korrekt werden sie als natürliche Stör- und Reizzonen, bzw. geopathische Störungen bezeichnet.

 Wasseradern

Bei der bekanntesten natürlichen Störzone, der Wasserader, handelt es sich um eine unterirdische Wasserführung. Wasser sammelt sich im Erdreich zu unterirdischen „Bächen“ und „Seen“. Man vermutet, dass durch die Reibung an den Gesteinen ein energetischer Effekt entsteht.

Brüche (Gesteinsbrüche) 

 

Gesteinsbruch

 

Eine weitere häufig anzutreffende geopathische Störung ist der Gesteinsbruch. Hierbei sind im Erdinneren Hohlräume eingebrochen oder Verschiebungen durch Erdbeben (im Vogtland / Erzgebirge sind die sogenannten Schwarmbeben an der Tagesordnung). Auf diese Weise berühren sich nun Gesteinsschichten (z.B. Zink und Kohle), die sonst durch isolierende Zwischenschichten getrennt sind und reagieren miteinander. Da das Erdreich ständig in Bewegung ist, reiben die Schichten zudem aneinander und erzeugen einen besonders starken energetischen Effekt.

 Verwerfungen

 

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Ganz ähnlich verhält es sich mit Gesteinsverwerfungen, allerdings ist hierbei die natürliche Ordnung der Gesteine nicht durch einen Hohlraumeinbruch durcheinander gebracht worden. Bedingt durch die ständige Bewegung der Erdplatten haben sich stattdessen verschiedene Erdschichten ineinander verkeilt. Durch diese Erdplattentektonik entstanden die höchsten Gebirge der Welt. Doch selbst da, wo das Land flach erscheint, existieren tief im Untergrund mächtige Verwerfungen.

Gitternetze und Kreuzungspunkte

Neben Wasseradern , Brüchen und Verwerfungen sind schließlich noch weitere Arten natürlicher Stör- und Reizzonen bekannt: relevant sind das Hartmann-Gitter und das Curry-Gitter.

Hierbei handelt es sich um ein höchstwahrscheinlich durch das Erdmagnetfeld erzeugtes System von Gitternetzen, die in fester Nord-Süd-Richtung (Hartmann), bzw. diagonal dazu versetzt (Curry) über den gesamten Globus verlaufen. Die einzelnen Gitterlinien, die etwa in zweieinhalb Metern Abstand zueinander verlaufen, gelten als unbedenklich. Lediglich an den Kreuzungspunkten der Linien können starke energetische Effekte festgestellt werden.

Die durch geopathische Störungen erzeugten energetischen Effekte lassen sich derzeit ausschließlich unter Zuhilfenahme des Organismus eines Rutengängers feststellen.

Ein weit verbreiteter Irrglaube lautet, dass die Rute das Messinstrument ist, denn sie dient lediglich als Zeiger für minimale körperliche Veränderungen. Durchschreitet ein Mensch eine gestörte Zone, laufen minimale Veränderungen in ihm ab. So fangen beispielweise die Muskeln an leicht zu zittern, gleichzeitig ändert sich der Hautwiderstand und als Folge davon bewegt sich die Rute. Einen ähnlichen Ansatz - den menschlichen Organismus als sensibles Messinstrument einzusetzen - verfolgt u.a. auch eine Langzeitstudie der Universität Salzburg. Hier werden die Veränderungen allerdings nicht mit Hilfe einer Rute oder eines Pendels sichtbar gemacht, sondern durch Hirnstrommessungen mit dem EEG.

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Die Wirkung einer natürlichen Störung auf den Organismus ist fast unmerklich gering. Aus diesem Grund wäre eine übertriebene Angst oder gar Panikmache in Zusammenhang mit geopathischen Störungen absolut fehl am Platz. Deutlich ausgedrückt: Wasseradern und Co. versetzen niemanden einen »Schlag«, so dass er sofort tot umfällt.

Allerdings sollte eine Langzeitbelastung sehr wohl vermieden werden. An oberster Stelle steht hierbei der Bettplatz, denn an keinem anderen Ort verbringt ein Mensch mehr Zeit als auf diesen durchschnittlich zwei Quadratmetern. Ein über Jahre hinweg belasteter Schlafplatz, das berichten Betroffene immer wieder, stört die Nachtruhe erheblich. Durch die ständige Stimulation kann der Organismus nicht sein dringend benötigtes nächtliches Regenerationsprogramm ablaufen lassen. Wissenschaftlich bewiesene Folgen einer gestörten Nachtruhe sind u.a. nächtliche Schweißausbrüche, chronische Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und vieles mehr. Gestörter Schlaf schwächt zudem das Immunsystem (Melatoninsenkung) und macht somit anfällig für jegliche Art von Erkrankungen.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, seinen Schlafplatz auf natürliche Stör- und Reizzonen hin untersuchen zu lassen, darf dabei eines nicht vergessen:
Längst wirken nicht mehr nur geopathische Störungen, wie zu Zeiten des Paracelsus, auf den Organismus ein. Ein Großteil der Belastung ist heute vom Menschen selbst verursachte technische Störstrahlung: Niederfrequente Felder, hochfrequente Wellen, elektromagnetische Felder und vieles mehr.

Der Faktor „Elektrosmog“ darf bei einer baubiologischen Beratung nicht vernachlässigt werden. Ein Baubiologe, der das Eine untersucht, das Andere nicht beachtet, handelt deshalb verantwortungslos.